AHK-Beiträge zur Implementierung von Systemelementen der dualen Berufsbildung nach deutschem Vorbild in ausgewählten Partnerländern

Koordinatorin:
Ramona Neuse
Tel. +49 30 20308-2341
E-Mail: Neuse.Ramona@dihk.de

DIHK Service GmbH
Breite Str. 29
10178 Berlin

Projektlaufzeit: 
01.10.2015 bis 30.09.2018

Kurzinformation:

Das BMBF fördert das Projekt “German Chambers worldwide network (AHK) for cooperative, work-based Vocational Education & Training“ (VETnet) beim DIHK und den AHKs in den EU-Ländern Italien, Portugal, Lettland, Slowakei und Griechenland sowie in den Schwellenländern China, Indien, Russland und Thailand.  Grundlage für die Förderung bilden die bilateralen Berufsbildungskooperationen des BMBF. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Elementen dualer Berufsbildung in den Partnerländern sowie die Unterstützung der BMBF-Berufsbildungskooperationen vor Ort. Die AHKs bringen in das Projekt ihre Expertise und ihre Netzwerke aus der Arbeit in den Zielländern ein. Der DIHK und die Industrie- und Handelskammern (IHKs) steuern das Prozesswissen zum Dualen System der Berufsbildung bei und sorgen für Ergebnissicherung und Transfer im Projekt.

Das Projekt stellt eine inhaltliche Weiterentwicklung des gleichnamigen Vorhabens VETnet dar, welches in der Zeit vom 01.10.2013 bis 30.09.2015 realisiert wurde.  Zum einen werden Ergebnisse aus der ersten Umsetzungsphase in nachhaltige Strukturen überführt. Zum anderen werden auf den erarbeiteten Ergebnissen neue Maßnahmen, mit jeweils länderspezifischen Schwerpunkten, vorangetrieben. Folgende Aufgaben und Themenfelder werden in der Projektlaufzeit bearbeitet:

  • Ein zentrales Maßnahmenpaket besteht in der Etablierung von Pilotprojekten zur Entwicklung regionaler Ausbildungsnetzwerke unter Beteiligung von Betrieben, Kammern und beruflichen Schulen.  Diese Projekte gilt es inhaltlich und regional zu erweitern und unter Einbezug neuer Partner im Zielland nachhaltig zu verankern.
  • Die Umsetzung der Pilotprojekte wird in den AHKs von weiteren Tätigkeitsfeldern flankiert. Im Rahmen einer Marketing- und Kommunikationsstrategie werden länderspezifische und zielgruppenbezogene Kampagnen zur Imageverbesserung dualer Berufsausbildungsangebote durchgeführt. Hier soll in Zukunft die Einbeziehung  der sozialen Medien wie z.B. Facebook eine direkte Ansprache der Zielgruppen sicherstellen.
  • Die Etablierung von Strukturen und Qualitätsstandards ist Voraussetzung für eine nachhaltige Fortführung der eingeleiteten dualen Berufsbildungsaktivtäten. Die AHKs haben in ihren Organisationen mit der Einrichtung von Berufsbildungsgremien inkl. Geschäftsordnungen, dem Aufbau von überbetrieblichen Berufsbildungszentren sowie der Entwicklung von Berufsbildern und Curricula (u.a. Logistik, Mechatroniker, Industriemechaniker) wichtige Elemente der dualen Berufsbildung geschaffen. Es gilt nun diese Bausteine weiterzuentwickeln, zu festigen und bei Bedarf quantitativ zu weiten.

Folgende weitere Schritte sind u.a.:                                                   

  • Weiterentwicklung der Berufsbildungsgremien (Integration lokaler Kammern und Verbände).
  • Einrichtung und Organisation von Prüfungskommissionen inkl. Prüferschulungen.
  • Stärkung und Erweiterung der AHK-Kammerpartnerschaften.
  • Erstellung von Leitlinien für die Eignung der Ausbildungsstätten.
  • Aufbau eines Zertifizierungssystems für ausbildende Betriebe, Prüfungskommissionsmitglieder und Ausbilder.
  • Die AHKs sollen darüber hinaus im Ausland die Rolle einer neutralen Plattform für Bildungsanbieter sowie Partner im Berufsbildungsprozess übernehmen, die für ihre Arbeit die AHK-Berufsbildungsstrukturen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchten.